Lockenhauser Kulturgespräche

3. & 4. August 2020

Die Corona-Krise -

Folgen & Chancen für den klassischen Konzertbetrieb

Erfahrungen - Aktivitäten - Aussichten


Im Rahmen der ersten Lockenhauser Kulturgespräche am 3. und 4. August 2020 lud das forum:lockenhaus in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz sowie mica - music austria und der Burg Lockenhaus zum Dialog über Strategien zur Bewältigung der Corona-Krise. 
 
38 Geschäftsführer*innen und Intendant*innen heimischer Kulturorganisationen, Orchester und Festivals sowie Musikschaffende, Lehrende und Komponist*innen diskutierten auf der Burg Lockenhaus über ihre Erfahrungen mit der Krise, über Strategien und Visionen für einen Wiederaufbau des Musiklebens und mögliche Veränderungen der internationalen und heimischen Musikszene nach der Krise.


Strategien für einen Neustart des Musiklebens
Neue Konzertformate
Das Verhältnis zum Publikum
Perspektiven der Kulturpolitik

Im Zentrum des offenen Austauschs - bei dem u. a. die Festivals styriarte, Grafenegg, Wien Modern, Klangspuren Schwaz und Wellenklaenge, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das Bruckner Orchester Linz, das Symphonieorchester Vorarlberg, das L'Orfeo Barockorchester, die Salzburger Konzertvereinigung, das Porgy & Bess, die IG Freie Musikschaffende Österreich sowie Musiker*innen, Komponist*innen und Dramaturgen wie Karlheinz Essl, Marino Formenti, Flora Geisselbrecht, Michael Hell, Johannes Hiemetsberger, Thomas Höft, Georg Kroneis, Florian Willeitner und Simon Zöchbauer vertreten waren - standen Strategien für einen Neustart des Musiklebens, neue Konzertformate, das Verhältnis zum Publikum sowie neue Perspektiven der Kulturpolitik.Einigkeit herrschte unter den Vertreter*innen der heimischen Musikszene, dass die Coronavirus-Krise Impulse für neue Veranstaltungs- und Konzertformate setzt und die Kulturpolitik mit geeigneten Rahmenbedingungen auf einen sich verändernden Kulturbetrieb reagieren muss.

"Die aktuelle Krise wird als Zäsur gesehen, um von hier aus das Konzertleben in Formaten, Finanzierungsmodellen und Kommunikation mit dem Publikum radikal neu zu denken. Besonders befruchtend war dabei der Dialog über Genregrenzen hinweg: Jazz und Klassik, Alte und Neue Musikszene, junge Talente und erfahrene Kulturmanager hatten sich viel
zu sagen" fasst Constanze Wimmer vom forum:lockenhaus die beiden Tage zusammen.

Im Sinne aller Beteiligten wird das forum:lockenhaus die strategische Vernetzung der Kulturszene weiter vorantreiben. Die Ergebnisse der ersten Lockenhauser Kulturgespräche werden zeitnah ausgewertet, dokumentiert und allen beteiligten Organisationen und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.


INITIATOR*INNEN DER LOCKENHAUSER KULTURGESPRÄCHE 2020:

Beatrix Baumgartner-Andexlinger
Kulturmanagerin, Fundraiserin, langjährige Geschäftsführerin des Kammermusikfestes Lockenhaus, Geschäftsführerin des Vereins PODIUM.festival Österreich.

Hans-Joachim Gögl
Künstlerischer Leiter des Festivals »Montforter Zwischentöne« in Feldkirch/Vorarlberg sowie des BTV Stadtforums in Innsbruck. Veranstalter der Biennale »Tage der Utopie«.
Arbeitsschwerpunkt: Experimentelle Formate zwischen Musik und Alltagskultur.

Matthias Mayr
Programmgestalter bei RAI-Südtirol, Künstlerischer Leiter des Musikfestivals KLANGfeste und der Konzertreihe PAULS SAKRAL in Südtirol, langjähriger Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros beim Kammermusikfest Lockenhaus.

Albert Seitlinger
Dramaturg der Jeunesse - Musikalische Jugend Österreichs, Publizist, langjähriger Programmredakteur beim Kammermusikfest Lockenhaus.

Christoph Thoma
Kultur- und Stadtmanager, Geschäftsführer von Culturelab e.U. und Die Stadtmanufaktur,Lehrbeauftragter am Vorarlberger Landeskonservatorium, seit 2017 Stadtrat in Bludenz, seit 2019 Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag (Kunst- und Kultursprecher).

Constanze Wimmer
Musikvermittlerin, Professorin und Vizerektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.


Zu den Teilnehmer*innen