Biografien

Dietrich Henschel 
"Der Bariton Dietrich Henschel ist eine Lichtgestalt - körperlich, intellektuell, musikalisch und schauspielerisch. Sein Vermögen als Interpret, womit ich gerade seine Fähigkeit meine, unter die Oberfläche eines Liedes und direkt in dessen Seele vorzudringen, ist außerordentlich." Herald Scotland

Als regelmäßiger Gast auf den großen Opernbühnen, als geschätzter Interpret von Lied und Oratorium und bei seinen multimedialen Projekten fasziniert der Bariton Dietrich Henschel weltweit das Publikum mit einem Repertoire, das von Monteverdi bis zur Avantgarde reicht. Der gebürtige Berliner, der in Nürnberg aufwuchs und 1990bei der Münchner Biennale für neue Musik debütierte, wurde nach einer ersten Station als Ensemblemitglied an der Oper Kiel ab 1997 international bekannt: An der Deutschen Oper Berlin sang er die Titelpartie in Henzes Prinz von Homburg, inszeniert von Götz Friedrich, und in Busonis Doktor Faust brillierte er an der Opéra de Lyon und am Théâtre du Châtelet in Paris. Für die Interpretation der Titelpartie in dieser Produktion wurde er mit einem Grammy ausgezeichnet. Zeitgenössische Komponisten wie Péter Eötvös, Detlev Glanert, Manfred Trojahn, Unsuk Chin, Peter Ruzicka und José-Maria Sanchez-Verdu vertrauten ihm Hauptpartien in ihren Opern zur Uraufführung an.
https://www.dietrichhenschel.de

Vogler Quartett
Individualität, die sich im Gemeinsamen entfaltet - hier liegt wohl das Geheimnis des Vogler Quartetts, welches seit 1985 in unveränderter Besetzung weltweit eine einzigartige Karriere verfolgt. Mit kammermusikalischer Intelligenz, spieltechnischer Souveränität und interpretatorischem Feingefühl lassen Tim Vogler, Frank Reinecke, Stefan Fehlandt und Stephan Forck einen unverkennbaren Streichquartettklang entstehen, der dank der lebendigen Ensemblekultur immer neue Perspektiven gewinnt. Der erste Preis beim berühmten Streichquartettwettbewerb in Evian 1986 machte das ostdeutsche Ensemble von der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" bereits ein Jahr nach der Gründung international bekannt. Sein umfangreiches Repertoire, das die klassische Quartettliteratur von Haydn bis zu Bartók und der Zweiten Wiener Schule umfasst, erweitert das Ensemble mit weniger bekannten Werken und neuer Musik. Die vier Musiker führten u.a. die Werke von Karl Amadeus Hartmann sowie das mehrstündige Quartett Nr. 2 von Morton Feldman auf und realisierten zusammen mit dem Arditti Quartett einen Rihm-Zyklus zur EXPO 2000. Zu den Uraufführungen zählen Kompositionen von Moritz Eggert, Frank Michael Beyer, Ian Wilson, Jörg Widmann, Mauricio Kagel, Erhard Grosskopf, Taner Akyol und aktuell im März 2017 das Quartett "Von Liebe zur Linie" des Komponisten Sven-Ingo Koch.
https://vogler-quartett.de/de/

Thomas Höft
arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg in sehr unterschiedlichen Bereichen der Kunst. Er verantwortet große historische Themenausstellungen in deutschen und österreichischen Museen und schreibt Sachbücher - für "Welt aus Eisen" wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis Buchkunst ausgezeichnet. Vor allem aber ist er mit zahlreichen Theaterstücken und Opernlibretti bekannt geworden, u.a. für die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin und die Bregenzer Festspiele. Bisheriger Höhepunkt war 2010 an der Wiener Staatsoper die Uraufführung von Thomas Höfts Oper "Pünktchen und Anton" nach Erich Kästner zur Musik von Iván Eröd. Durch Götz Friedrich zu ersten Regiearbeiten ermutigt, nimmt die Musiktheaterregie einen kontinuierlich immer gewichtigeren Raum in Thomas Höfts Schaffen ein. Seit 1994 arbeitet Thomas Höft als Dramaturg des Festivals styriarte Graz, das für Nikolaus Harnoncourt gegründet wurde. Seit 2003 ist er auch Dramaturg des Osterfestivals Psalm Graz. Zudem war er Intendant des Brandenburger Theaters, der Bewerbung Augsburgs zur Kulturhauptstadt Europas und des Festjahres Pax2005 zum Jubiläum des Augsburger Religionsfriedens. Von 2012 bis 2018 war er Direktor des Kölner Zentrums für Alte Musik (ZAMUS) und Künstlerischer Leiter des Kölner Festes für Alte Musik. 2018 und 2019 verantwortete er die Dramaturgie der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci. Als Gründer und Vorstand der Kölner Offenbach-Gesellschaft war Thomas Höft maßgeblich an der Vorbereitung des großen Offenbach-Jubiläums 2019 beteiligt. Zudem war er 2019 Co-Curator des Festivals Oude Muziek in Utrecht, des größten Festivals für Alte Musik der Welt.
https://www.thomashoeft.eu

Michael Hell
Michael Hell arbeitet als Universitätsprofessor für Cembalo und Generalbass am Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis der Kunstuniversität Graz und als Musikalischer Leiter des Ensembles ārt house 17, zudem auch als begeisterter und vielfach international ausgezeichneter Blockflötist. Von 2010 bis 2019 leitete er die Neue Hofkapelle Graz. Mit diesem Ensemble bestritt er in Graz drei Konzertzyklen für Orchester- und Kammermusik wie auch für Kinder- und Familienkonzerte, zudem regelmäßige Auftritte beim Musikfestival styriarte. Auslandsengagements brachten ihn u. a. in die Kölner Philharmonie, zu den Potsdamer Musikfestspielen, zum Festival Alte Musik Knechtsteden und zu den Bad Arolser Barockfestspielen, zum Kölner Festival für Alte Musik und zum Festival Oude Muziek Utrecht. Die Entwicklung von ungewöhnlichen Konzertformaten ist Michael Hell dabei ein besonderes Anliegen. Aus dieser Arbeit heraus entstand das Ensemble ārt house 17, dass sich besonders der Erarbeitung musiktheatralischer Projekte widmet. 2016 und 2017 war Michael Hell außerdem der Musikalische Leiter der vielbeachteten Musiktheaterproduktion "Musica Fugit" mit dem zamus-ensemble Köln und der Theatergruppe Kamchàtka (Regie: Adrian Schvarzstein), welches beim Festival Oude Muziek Utrecht 2017 mit großem Erfolg wiederaufgenommen wurde. 2017 übernahm er zudem die Musikalische Leitung der Hauptproduktion der styriarte: "La Margarita" welches europaweit auch im TV übertragen wurde.

Lilli Hartmann
Geboren in Rosenheim, absolvierte die Künstlerin Lilli Hartmann ihr Meisterstudium am Londoner Royal College of Art, den Bachelor of Arts Degree erhielt sie am Chelsea College of Art in London. Ihre Installationen und Performances wurden international in Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt, so etwa im Murmansk Art Museum, in der Castlefield Gallery Manchester, der Flaggfabrikken Kunsthall Bergen, in Beaconsfield London, dem CA2M Móstoles und der Neuen Froth Kunsthalle in Brighton. Ihre Videos kamen in folgenden Filmfestivals zum Einsatz: BFI Film Festival London, LLFF Film Festival in Canada und NIO Video Festival in Pereira, Kolumbien. Lilli Hartmann arbeitete und lebte zehn Jahre in Madrid, wo sie Theaterstücke ausstattete wie "The Last Assembly" an der Real Escuela Superior de Arte Dramático de Madrid. Ihre fantasievollen Ausstattungen von Opern wie "La Margarita" oder "Il Ciarlatano" in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Thomas Höft fanden international weite Beachtung, "La Margarita" wurde vom ORF-Fernsehen aufgezeichnet und europaweit ausgestrahlt.
https://www.lillihartmann.com

Gabriella Teychenné
gilt als beeindruckende junge Dirigentin. In der Saison 2018-2019 gab sie ihr Debüt mit Mozarts Requiem und dem Residentie Orkest in Haarlem, Niederlande. Sie arbeitete in Frankreich mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dem Orchestre de Picardie. Beim London Philharmonic Orchestra fungiert sie als Cover-Dirigentin für den Chefdirigenten Vladimir Jurowski. Als starke Verfechterin der zeitgenössischen Musik war Gabriella 2018 an der Weltpremiere von Ruzickas Oper Benjamin an der Staatsoper Hamburg beteiligt. Seit 2018 arbeitet sie auch intensiv mit dem Ensemble Unitedberlin zusammen, unter anderem in Moskau im "anderen Räume"-Festival für zeitgenössische Musik. Gabriella wurde 1993 in England geboren. Schon früh begann sie ihr Musikstudium als Geigerin. Sie studierte Philosophie an der Universität von Cambridge (Trinity College), danach machte sie einen Master in Violine und Dirigieren am Royal College of Music und ein Künstlerdiplom in Dirigieren am St. Petersburg State Conservatory.
https://gteychenne.com

Georg Kroneis
ist ein Performer, der konsequent die Genregrenzen sprengt. Als Schauspieler ist er in Kinofilmen ("Tom Of Finland"), Fernsehserien, Netflix-Serien ("Babylon Berlin") und Serien auf Amazon Prime zu sehen. Sonst singt er und spielt Viola da Gamba, Kontrabass, Barockcello und Barockgitarre in FETISH BAROQUE, in der Musiktheaterproduktion Fugit mit Kamchàtka und der Zirkustheaterproduktion Seasons im Cirque Noël von Adrian Schvarzstein, auf Festivals wie der styriarte, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, Utrecht Early Music Festival aber auch beim Classic meets Fetish am Folsom Berlin und der Darkland Mainstage auf der Leather Pride Belgium. Seit er das österreichische Startstipendium Kunst des Kulturministeriums bekommen hat, reist Georg mit seinem Soloprogramm in Europa und in Länder wie Libanon und Pakistan unterstützt von der österreichischen Botschaft, dem Goethe-Institut (D) und dem SCAC, dem Kulturprogramm der französischen Botschaft. Momentan arbeitet Georg intensiv an einer haptischen Performance, die als eins-zu-eins Performance im Inneren der Fetish Black Box-Installation stattfindet. Premiere war in der Wabe Berlin, danach folgte er der Einladung ins Kunsthaus Graz zu "Performance NOW".
https://www.georgkroneis.com

Johanna Winkel
bewies sich zunächst in der historischen Aufführungspraxis barocker Musik und erweiterte ihr Repertoire stetig hin zur Romantik und Moderne.Sie ist seither weit gereist. Neben Konzerten in Luzern, Brüssel, Oslo, Paris und Moskau stehen Tourneen nach Kanada, Peru, Brasilien, Argentinien, Mexico, China und Israel. In der vergangenen Saison sang sie u.a. Konzerte mit musicAeterna und Teodor Currentzis, mit dem FBO und Gottfried von der Goltz (9. Beethoven), mit der Internationalen Bachakademie und Hans Christoph Rademann, dem Beethoven Orchester Bonn und Christoph Prick (Brittens "War Requiem"), dem Konzerthausorchester Berlin und Ivan Fischer, und der Akademie für Alte Musik Berlin. Gleichzeitig ist Johanna regelmäßig auf der Opernbühne zu erleben. Im April 2017 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Osterfestspielen als Gerhilde in Richard Wagners Walküre unter der Leitung von Christian Thielemann und gastierte im Herbst mit dieser Partie in Peking mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden, und im Januar diesen Jahres an der Semperoper Dresden mit der sächsischen Staatskapelle Dresden wieder unter Thielemann.
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Benedikt Kristjánsson
ist in Húsavík, Island geboren. Er ist ein 1. Preisträger des Int. Gesangs-Wettbewerbs cantateBach in Greifswald, und ein Publikumspreisträger des Int. J. S. Bach-Wettbewerb in Leipzig. Für die Johannespassion für Tenor allein, Cembalo, Orgel und Schlagwerk gewann er den "OPUS Klassik 2019" in der Kategorie "Innovatives Konzert", und sein Auftritt mit der Solo-Passion in der Leipziger Thomaskirche an Bachs Geburtstag am 21. März 2020 - wegen der Corona-Pandemie nur als Live-Stream zu erleben - bescherte ihm ein weltweites Publikum und hymnische Kritiken. Solistische Engagements führten ihn in die berühmtesten Konzertsälen der Welt, wie Konzerthaus Wien, Berliner Philharmonie, Chapelle Royal in Versailles, Walt-Disney Hall in Los Angeles und Concertgebouw Amsterdam. Er arbeitete mit Dirigenten wie Michel Corboz, Christoph Spering, Reinbert de Leeuw, Peter Dijkstra, Philippe Herreweghe und Vladimir Jurowski. Im Oper Bereich sang Benedikt an der Staatsoper in Berlin, und im Theater Kiel und Staatstheater Braunschweig. Seine Debüt-CD "Drang in die Ferne" ist bei dem Label GENUIN (2019) erschienen, mit Liedern von Franz Schubert und Isländischen Volksliedern. Die CD wurde in der Kategorie "Vokal Musik" beim International Classical Music Awards (ICMA) nominiert. https://www.kristjansson-tenor.com

Martin Hässler
ist Alumnus der Hochschule für Musik und Theater Leipzig sowie des renommierten Opernprogrammes der Guildhall School of Music. In der vergangenen Spielzeit gab Martin Hässler sein Debut an der Opéra de Lyon als Don Inigo in Ravels L'heure Espagnole, in Verdis Nabucco im Auditorium-Orchestre National de Lyon und am Théâtre des Champs-Elysées, in Langes Schneewittchen an der Oper Leipzig, sowie als Guglielmo in Mozarts Così fan tutte (Nevill Holt Opera, The Sage Gateshead). Zukünftiges beinhaltet Ratzekahl in Schrekers Irrelohe (Opéra de Lyon), Monterone in Rigoletto (Oper Leipzig), Alaskawolfjoe in Weill's Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Teatro Regio di Parma) sowie Liederabende mit Julius Drake (LIFE Victoria Barcelona), Sholto Kynoch (Oxford Lieder) und Alexander Schmalcz. Ab September 2020 wird Martin Hässler dem Ensemble der Wiener Staatsoper angehören.
https://www.martinhaessler.com

Laura Orueta
wurde 1993 in Madrid geboren und lernte im Alter von 3 Jahren Geige. Sie studierte Bildende Kunst an der Universidad Complutense in Madrid und Gesang an der Escuela Superior de Canto von Madrid. Zu ihrem Repertoire gehört sakrale Musik wie Vivaldis "Juditha Triumphans", Faures "Requiem" und Pergolesis "Stabat Mater". Zu ihren Opernrollen gehören Ernesto in Hadyns "Il mondo della luna", First Witch in Purcells "Dido und Aeneas", Ramiro in Mozarts "La finta giardiniera" und Nicklausse aus Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen". Laura arbeitete mit renommierten spanischen Ensembles wie "Fura dels Baus" zusammen und wurde 2018 und 2019 mit dem Stipendium der "Juventudes Musicales de Madrid" ausgezeichnet.

Dana Marbach
Die israelische Sopranistin Dana Marbach gab Ihr Operndebüt im Alter von 18 Jahren an der Israelischen Oper in Tel Aviv. Seither war Dana Marbach an unterschiedlichen internationalen Opernhäusern, wie etwa am Teatro Massino in Palermo, am Teatro San Carlo in Neapel, am Theater Magdeburg sowie bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und dem Staatstheater Stuttgart zu sehen. Während der vergangenen Jahre arbeitete die Sopranistin mit Dirigenten wie Alessandro de Marchi, Howard Arman, Asher Fisch, Philip Pickett, Jörg Halubek oder Laurence Cummings zusammen. Als Konzertsolistin trat die Künstlerin in der Kölner Philharmonie, der Berliner Philharmonie, dem Concertgebouw, dem Konzerthaus Wien, der Cité de la Musique, der Queen Elizabeth Hall und am Palau de la Música Catalana auf.
https://www.danamarbach.com

Adrián Schvarzstein
laut Eigendefinition eine Mischung aus Argentinier, Spanier und Italiener, ist Clown, Schauspieler, Regisseur für Zirkus und Theater - kurzum, ein echtes Multitalent und ein energiegeladener Unterhalter und Showman. Er studierte klassische Archäologie in Israel und die Kunst der Commedia dell'Arte in Italien, wurde aber bei seiner beruflichen Tätigkeit von allen Spielarten des europäischen Theaters geprägt; ebenso von den Straßentheatertruppen, Zirkusgruppen und Opernkompanien, darunter viele Jahre hindurch mit dem Circus Ronaldo aus Belgien. Er war Assistent von Dario Fo und im Ensemble der Oper Tel Aviv. 2004 gründete Schvarzstein den Circus Klezmer. Seine preisgekrönten Soloprogramme "The Greenman", "The Bed" und "Dans" stellen die Interaktion mit dem Publikum in den Mittelpunkt. Zuletzt kreierte der Künstler seine eigene Straßentheater-Kompanie "Kamchàtka" in Barcelona, die 2008 mit dem Miramiro-Preis ausgezeichnet wurde. Seine Operninszenierungen "La Barca" von Adriano Banchieri oder "Il Ciarlatano" von Pergolesi wurden Bestseller und euphorisch rezensiert.
https://www.adrianschvarzstein.com